Materialvarianten für Gebisse

Materialvarianten bei Gebissen

Betrachtet man sich die Ausbildungsskala des Pferdes, so sollte ein losgelassenes Pferd immer die Anlehnung an das Gebiss, und damit an die Hand des Reiters suchen, wodurch letztendlich eine stete und weiche Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul entsteht.

Soweit zum Idealfall. Im Reiteralltag kann es aber immer wieder vorkommen, dass es zu Problemen in puncto Anlehnung kommt. Neben einer Verbesserung der Losgelassenheit kann die Wahl des richtigen Gebisses bzw. die Wahl des richtigen Gebissmaterials durchaus positiven Einfluss auf die Maultätigkeit des Pferdes, und damit indirekt auf die Anlehnung haben.

Gummigebisse für das Pferd

Gummigebisse zeichnen sich dadurch aus, dass die eigentliche Gebissstange entweder aus Gummi, oder aus einem mit Gummi überzogen Stahlgebiss, besteht. Aufgrund des scheinbar weicheren Materials werden Gummigebisse von vielen Reitern gerne als sanfter eingestuft.

Tatsächlich können sich Gummigebisse jedoch negativ auf das Maul des Pferdes auswirken, da ein bereits leicht sprödes Gummigebiss im trockenen Pferdemaul wie ein Radiergummi wirken, und das Maul verletzen kann.

Kunststoffgebisse/ Nathe Gebisse für das Pferd

Kunststoffgebisse, weitläufig auch als Nathe Gebisse bekannt, bestehen aus einem glatten, meist hellen Kunststoff. Auch hier kann, bzw. sollte sich im Kern des Gebisses ein Stahlgerüst befinden, um im Falle eines Gebissbruchs weitere Unfälle zu vermeiden. Viele Hersteller bieten mittlerweile bereits Nathe Gebisse mit Aromen, wie beispielsweise Apfelgeschmack an, um so die Maultätigkeit des Pferdes zu fördern.

Aber ähnlich wie bei Gummigebissen können spröde, oder leicht rau gewordene Nathe Gebisse die Maulwinkel des Pferdemauls aufscheuern. Daher ist hier eine regelmäßige Kontrolle des Gebisses absolut notwendig.

Ledergebisse

Ledergebisse sieht man heute in den meisten Reitställen sehr selten, obwohl sie sich dem Maul gut anpassen und auch von empfindlichen Pferden oft gut angenommen werden. Abschreckend scheinen wohl der hohe Pflegeaufwand und die schnelle Abnutzung des Gebisses, mit einer resultierenden Neuanschaffung, zu sein.

Gebisse mit Kupfer

Kupfergebisse werden im Reitsport sehr gerne eingesetzt, da das Metall leicht süßlich schmeckt und die Pferde schneller zum Kauen verleitet. Allerdings ist Kupfer ein Metall, das aufgrund seiner Weichheit, dem täglichen Reitbetrieb nicht lange standhält. Aus diesem Grund wird Kupfer in Gebissen heute nur noch im Zusammenhang mit anderen Metallen verarbeitet.

Gebissmaterialien mit Kupferanteil

  • Argentan (German Silver, Neusilber) besteht zu 60 % aus Kupfer, 12-16 % aus Nickel und 18, 21 % aus Zink. Durch den Nickelanteil ist dieses Material für Allergikerpferde oft nicht geeignet.
  • Aurigan ist ein Metall, das von der Firma Sprenger speziell für die Herstellung von Gebissen entwickelt wurde. Es besteht aus 85 % Kupfer, 4 % Silizium und 11 % Zink
  • Kaugan ist eine Metalllegierung, die von der Firma Busse entwickelt wurde und aufgrund ihrer Nikelfreiheit und ihres hohen Kupfergehalts, auch für allergische Pferde geeignet.

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